PERGO: Was versteht man unter Lungenembolie?

Studie der Zentralen Biobank UMG

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Eine Lungenembolie entsteht durch den partiellen oder vollständigen Verschluss von Pulmonalarterien (Blutgefäße, durch die das Blut von der rechten Herzkammer zur Lunge fließt) durch Thromben (Blutgerinnsel), welche sich zumeist in den tiefen Beinvenen als Beinvenenthrombosen bilden und von dort in die Pulmonalarterien fortgeschwemmt werden. Sowohl Risikofaktoren für die Entstehung einer Lungenembolie als auch Symptome, klinischer Verlauf und die Schwere einer akuten Lungenembolie sind sehr heterogen und individuell unterschiedlich. Während sich bei einigen Patienten eine Lungenembolie lediglich durch Husten oder leichte Luftnot bemerkbar macht, kann es bei einer großen Lungenembolie zu ausgeprägten Symptomen aufgrund des Druckanstiegs in den Pulmonalarterien und Funktionseinschränkung der rechten Herzkammer kommen. Die Risikostratifizierung dient der Abschätzung des individuellen Risikos eines Patienten, an der Lungenembolie zu versterben oder schwere Komplikationen zu entwickeln und ermöglicht eine individuelle Risiko-adaptierte Therapie. Während Patienten mit „leichter“ Lungenembolie ambulant behandelt werden können, benötigen Patienten mit „schwerer“ Lungenembolie eine intensivmedizinische Betreuung und Gerinnsel-auflösende Therapie (Thrombolyse).

Arbeitsgruppe „Lungenembolie“

Der Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe „Lungenembolie“ der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen (Leitung: Priv.-Doz. Dr. Mareike Lankeit) besteht in der Erforschung von Markern für die Vorhersage des klinischen Verlaufes und in der Verbesserung der risiko-adaptierten Therapie von Patienten mit Lungenembolie. Um diese Forschungsprojekte durchführen zu können, werden Patienten mit akuter Lungenembolie in das „Lungenembolie-Register Göttingen“ (Pulmonary Embolism Registry Göttingen = PERGO) eingeschlossen; die Teilnahme ist freiwillig und die Datenauswertung erfolgt anonymisiert.

Pulmonary Embolism Registry Göttingen (PERGO)

In PERGO werden Informationen zu Symptomen, Befunden aus klinischen Untersuchungen und klinischen Verlauf erfasst. Durch eine Archivierung von Restmaterial von im Rahmen der Routinediagnostik abgenommenen Blutproben in der Zentralen Biobank UMG können neue Biomarker im Blut identifiziert und untersucht werden. Darüber hinaus können durch PERGO Informationen zum Langzeitverlauf nach einer akuten Lungenembolie erhoben werden.

Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe „Lungenembolie“ finden Sie beim Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen.

Kontakt

Arbeitsgruppenleiterin AG Lungenembolie

Priv.-Doz. Dr. med. Mareike Lankeit

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