GeNeRARe

German Network for RASopathy Research

Teilprojekt 5: Generierung von RASopathie-spezifischen induziert pluripotenten Stammzellen und in vitro Analyse von myokardialen Genotyp-Phänotyp-Korrelationen

Teilprojektleiter: Dr. rer. nat. George Kensah

RASopathien sind eine Gruppe von seltenen Erkrankungen, die durch Mutationen im RAS-MAPK Signalweg hervorgerufen werden. Mit ca. 20.000 Betroffenen in Deutschland sind sie jedoch relativ häufig, wobei der wohl bekannteste Vertreter dieser Krankheitsfamilie das Noonan Syndrom ist. Kennzeichnend für RASopathien ist eine Überlappung mehrerer klinischer Auffälligkeiten unterschiedlich starker Ausprägung. Hierzu gehören u.a. Kleinwuchs, kognitive Einschränkungen und angeborene Herzfehler. Induziert pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) können aus Körperzellen von RASopathie-Patienten hergestellt werden. Sie besitzen neben einem unendlichem Vermehrungspotential die Fähigkeit, sich im Labor in jegliche Zelle des menschlichen Körpers differenzieren zu lassen. RASopathie-iPS-Zellen gelten als ideales Werkzeug zur Erforschungdieser Erkrankungen, da sich anhand dieser Zellen Entstehungsmechanismen von Anomalien gezielt untersuchen lassen. So gewonnene Erkenntnisse können als Grundlage dienen, bisher nicht verfügbare Behandlungsstrategien für Betroffene zu entwickeln. 

Ziele des Göttinger Teilprojekts sind u.a. die Generierung von RASopathie-spezifischen iPS-Zellen mit verschiedenen Mutationen. Es werden beispielsweise Herzmuskelzellen als dreidimensionaler künstlicher Herzmuskel z. B. aus RASopathie-iPS-Zellen gezüchtet, an dem sich verschiedenste Untersuchungen vornehmen lassen. Hierzu gehören eingehende Charakterisierungen der Physiologie und Elektrophysiologie, Analysen zu morphologischen und strukturellen Auffälligkeiten und die Identifikation von der jeweiligen Mutation betroffenen Signalwege.

Langfristig soll es hierdurch gelingen die Entstehung von RASopathie-bedingten Kardiomyopathien so früh wie möglich zu erkennen und medikamentös zu behandeln bevor sie zu schwerwiegenden Krankheitsverläufen bei Betroffenen oder sogar zu deren frühzeitigem Tod führen.

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