Decipher_HFpEF

DZHK-Studie

Der Zweck dieser Studie ist es, die Bedeutung von Herz Magnetresonanztomographie (Herz-MRT)-Untersuchungen bei der Beurteilung von Patienten mit Herzversagen mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF) zu prüfen. Herz-MRT ist eine sichere Bildgebungsmethode ohne Strahlenbelastung, die Informationen über die Herzfunktion, Herzgröße, Zustand des Herzmuskels und der Hauptschlagader liefert.

Die Studie soll die Rolle dieser nicht-invasiven (d.h. ohne körperlichen Eingriff) bildgebenden Herz-MRT-Methoden mit den routinemäßigen invasiven (mit körperlichem Eingriff) Untersuchungen der Hämodynamik (des Blutflusses) vergleichen.

Die Diagnose der „HFpEF" ist derzeit eine Ausschlussdiagnose, die nur nach vielfachen invasiven und nicht-invasiven Untersuchungen und Visiten erreicht wird. Die derzeit genutzten nicht-invasiven Messmethoden, wie z.B. der Ultraschall des Herzens, können keine ausreichend genaue Klarheit für die Diagnose der Herzerkrankung bieten. Dies führt zu Verzögerungen bei der Behandlung, zu Unklarheiten beim Erreichen der genauen Diagnose und zu einer großen Zahl von Untersuchungen, denen sich die Patienten unterziehen müssen. Weiterhin stellen das mangelnde Verständnis der Krankheitsentstehung und die geringe Chance der rechtzeitigen Krankheitserkennung große Schwierigkeiten für eine wirksame Behandlung dar.

Die Einführung des Herz-MRT zur Diagnostik dieser Erkrankung bietet mehrere mögliche Vorteile für die Diagnosestellung. Zunächst kann durch diese Methode das Vorliegen einer spezifischen Herzerkrankung, wie z.B. einer Speichererkrankung oder Herzmuskelentzündung, geklärt werden. Weiterhin ist es durch bedeutende technische Fortschritte der letzten Jahre nun zum ersten Mal möglich zu verstehen, welche Krankheitsursache den größten Einfluss auf die Krankheitsentstehung hat, wodurch die Veränderungen des Herzmuskels früher und besser eingeordnet werden können. Eine Nutzung des Herz-MRT bei vermuteter HFpEF könnte zu Fortschritten für eine genauere Abklärung und Therapiesteuerung führen. Im Rahmen der Studie möchten wir eine gründliche Überprüfung und Bewertung der neuen Methoden bei Patienten mit HFpEF durchführen, um das notwendige Wissen zur routinemäßigen Nutzung dieser neuen Methode zu erhalten.

Zusammengefasst besteht die Studie aus mehreren routinemäßig durchgeführten Untersuchungen, einschließlich Herz-MRT mit Blutentnahme, ausführlicher Ultraschalluntersuchung des Herzens und invasiven Katheterlaboruntersuchungen. Teilnehmer, die einverstanden sind neben der „Hauptstudie" zusätzlich an der „Reproduzierbarkeitsstudie" teilzunehmen, werden zu einer erneuten Teilnahme an Herz-MRT und Ultraschall des Herzens eingeladen, die innerhalb von innerhalb von 7-21 Tagen stattfindet.

Kontakt

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Tim Seidler

Kontaktinformationen

  • Leitender Oberarzt und stv. Klinikdirektor

    Leiter interventionelles Herzklappenprogramm - Kardiologie
    Anmeldung: Tel. 0551-39-60700 | Fax. 0551-39-60701 | Mail. kardiologie.casemanager(at)med.uni-goettingen.de

    Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
    Zusätzliche Weiterbildung Intensivmedizin im Gebiet Innere Medizin
    Genetische Beratung im Gebiet Innere Medizin  

    Emailformular | Bereich interventionelles Herzklappenprogramm und strukturelle Herzerkrankungen

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